Erste berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahme zur Erzieherin

Eine Abschlussfeier der besonderen Art gab es am Freitag am Berufskolleg AHS. Viele Kinder – auch bereits erwachsene - begleiteten ihre Mütter zur Zeugnisausgabe. 19 Frauen im Alter von 27 bis 58 Jahren erhielten ihr Abschlusszeugnis zur ‚Staatlich anerkannten Erzieherin‘, das sie im Rahmen einer berufsbegleitenden Weiterqualifizierungsmaßnahme erworben haben. Zweieinhalb Jahre haben sie dafür jeden Freitagnachmittag und Samstagvormittag 14 Stunden lang die Schulbank gedrückt. Teilweise hatten sie lange Anfahrtswege. Dazu kam ihre Arbeit als Kinderpflegerinnen in Kindergärten, Familienzentren oder Kindertagesstätten. Auch dort mussten sie ihr berufliches Handeln überprüfen lassen. Abschließend haben sie drei Fachschulexamensarbeiten und ein Kolloquium bestanden. Alle haben durchgehalten. Nebenbei musste der Haushalt erledigt werden und die eigene Familie hatte natürlich auch Ansprüche an die Studierenden. Aber auch die Familienmitglieder waren gefragt: PC-Probleme lösen helfen, Stress vor den Klassenarbeiten mit ertragen, Projektideen anhören... Alle Studierenden haben irgendwann mal gehört: ‚Lasst uns mit deinem Schulkram in Ruhe’ daran erinnerte Klassensprecherin Astrid Kessler in ihrer Rede. Rückblickend sagte sie ‚Wir mussten alle neu Lernen lernen als wir vor zweieinhalb Jahren hier anfingen‘. ‚Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!‘ ist das einhellige Fazit aller Studierenden. Neben dem vielen neuen Wissen nehmen sie auch Freundschaften und viele gemeinsame Erinnerungen – als Highlight die Klassenfahrt nach Berlin - mit in die Zukunft. Ein gemeinsames Frühstück im Quartal ist bereits fest eingeplant. Auch für die Lehrerinnen und Lehrer war es eine gute Erfahrung. ‚Das sehr große Engagement und die vielen guten Bezüge zur Berufspraxis waren sehr bereichernd für den Unterricht‘ fasst die koordinierende Oberstudienrätin Birgit Schulze die Erfahrungen in ihrer Rede zusammen.
Die Absolventen sind: Jennifer Aegerter, Kreuztal; Natalia Born, Bergneustadt; Katja Borschdorf, Attendorn; Eva Czarnota, Waldbröl; Fabiola Focht-Israel, Siegen; Sennur Gülseven, Bergneustadt; Claudia Jochum, Wilnsdorf; Birgit Kammel, Kreuztal; Astrid-Cornelia Kessler, Hilchenbach; Stefanie-Anneliese Kümmel, Bad Berleburg; Dorothee Müller, Neunkirchen; Yvonne Öhm, Freudenberg; Karin Overstreet, Bad Laasphe; Daniela Schmidt, Siegen; Sonja Schneider, Siegen; Joanna Skiba, Attendorn; Violetta Skiba, Siegen; Swetlana Wagner, Siegen; Petra Wiedemann, Hilchenbach.
Eine neue Weiterqualifizierung startet – bei entsprechender Nachfrage – im Februar 2012.
Text und Bild: Brigitte Hermann-Wyrwa
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