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„Und dann kam Alex“

Tourneetheater „Radiks“ zu Gast am Berufskolleg AHS

Am Donnerstag, 31.03.11 lösten die Schauspieler des Ensembles Radiks mit ihrer Aufführung "Und dann kam Alex" tiefe Betroffenheit unter den  knapp 150 Schülerinnen und Schülern der der Bildungsgänge Sozialhelfer, Kinderpflege und  Freizeitsportleiter aus. Der Sozialpädagoge des Berufskollegs,  Christoph Hövelmann, engagierte die Berliner Theatergruppe Radiks, um mehr für die Themen Gewalt und Mobbing im schulischen Kontext des Berufskollegs AHS zu sensibilisieren.

 

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Durch detailgenaue Darstellung der verschiedenen handlungsrelevanten Charaktere  zogen die beiden jungen Künstler Julia Schwebke und Thilo Hermann ihr Publikum hinein in die bedrückende Wirklichkeit von Alex, einem sensiblen Schüler auf der Suche nach Anerkennung und Orientierung. In allen wichtigen Bezugssystemen stößt er auf Ignoranz, Demütigung und Spott. Den immer hilfloseren Alex treibt diese explosive Mischung aus Isolation, Wut, Verletzung und tiefer innerer Verzweiflung in eine Ausweglosigkeit, die in einen Gewaltakt mündet, mit dem er sich Gerechtigkeit zu verschaffen  hofft.

 

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„Und dann kam Alex“ könnte einen Bezug nehmen auf die Bedrohungslagen, Gewaltakte und Amoktaten verzweifelter Jugendlicher im System Schule, die vor allem im letzten Jahrzehnt die Öffentlichkeit erschütterten. Das Stück von Karl Koch ist jedoch eine fiktive Geschichte, die in der Zusammenarbeit mit Psychologen, Pädagogen und dem Bundesverband Mediation entstanden ist. Ein Theaterstück über Mobbing und Gewalt an Schulen das eine bewusste Auseinandersetzung anregen will, um den Schwierigkeiten, die derartige Eskalationen bedingen, präventiv begegnen zu können.
Die Bezüge zur Wirklichkeit, die facettenreiche Skizzierung der treibenden Faktoren, sind auffallend und setzen sich langsam, wie Mosaik, zu einem erschreckenden Gesamtbild zusammen. Es rüttelt den Betrachter gründlich wach und lädt ein, über Zusammenhänge, Hintergründe und Einflussfaktoren kritisch zu reflektieren:

 

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„Was hätte getan werden können um dieses Szenario zu vermeiden?“ „Was hätten die einzelnen Beteiligten tun können?“
Die Schüler hatten im Anschluss die Möglichkeit, mit den Schauspielern über diese Fragen und ihre persönlichen Eindrücke ins Gespräch zu kommen. Obwohl die Rückmeldungen in der großen Gruppe eher verhalten waren, diskutierten viele Schüler auf den Fluren über das Erlebte. Eine kleine Gruppe von Schülern suchte noch lange nach dem Ende der Aufführung das Gespräch mit den Darstellern, die sich gerne den Anliegen der Schüler annahmen.


Weitere Infos: www.ensemble-radiks.de

 

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